Können Menschen, die schwierige psychische Probleme haben, anfangen, sich selbst und womöglich noch anderen Betroffenen zu helfen?

Wir meinen: aber sicher!

Natürlich haben auch wir keine Patentlösungen. Wir können auch professionelle Behandlung und Unterstützung nicht ersetzen. Unsere persönlichen Möglichkeiten (Zeit, Kraft, Geduld, allgemeine Belastbarkeit, finanzielle Recorsen) sind teilweise schnell erschöpft.

 

Trotzdem:

für viele, die unsere Selbsthilfegruppe im Laufe der Jahre besucht haben oder noch besuchen, war es bereits hilfreich, andere, ähnlich oder gleichartig Betroffene zu treffen. Es tut gut, sich zu unterhalten über das, was während einer psychischen Krise erlebt wird, wie sie den Lebenslauf und unsere Beziehungen verändert, mit welchen Problemen wir im Alltag zu kämpfen haben. Negative Erfahrungen mit Psychiatrie oder mit Psychopharmaka?

Auch damit ist niemand allein.

Darüber sprechen können ohne Angst vor Ausgrenzung, vor neuerlichen Diagnosen, vor unfreiwilliger Behandlung ist für viele Betroffene schon eine große Erleichterung.

 

Wir können auch viel voneinander lernen - andere, die Ähnliches erlebt haben oder ähnliche Probleme hatten, haben vielleicht eine bessere Lösung gefunden. Manchmal können wir einander mit konkreten Tipps oder Informationen weiterhelfen. Einander im Alltag unterstützen: was eine/r allein nicht schafft oder sich nicht zutraut, sieht zu zweit oder zu dritt oft schon anders aus.

 

Auch wir sind gemeinsam stark!