Neuroleptika minimal, warum und wie ?

Der Verein Phönix hat den Vortrag von Volkmar Aderholt, Hamburg, Institut für Sozialpsychiatrie an der Universität Greifswald, am 18. November 2014 in Aachen, besucht.

Gliederung

! Dopaminsystem und „Schizophrenie“
! Dopaminsystem und Neuroleptika
! Wirksamkeit
! Dosisabhängige Nebenwirkungen

! Upregulation/Super-Sensibilisierung
! Polypharmazie
! Niedrigdosierung
! Begleitetes Reduzieren und Absetzen
! Selektive Behandlung mit Neuroleptika
! Zusammenfassung

 

Link Vortrag Aderhold Aachen 2014


Herr Dr. Aderhold referierte anhand neuester wissenschaftlicher Studien über die Wirkungsweise,

Wirksamkeit, bedeutsame Nebenwirkungen und den minimalen Einsatz von  Neuroleptika.

Dr. Aderhold referierte am 30.Okt. 2015 im Solinger Gründer & Technologiezentrum.



Link Vortrag Aderhold SG 2015  

 

 

Die Einführung der sog. Neuroleptika – Medikamente, die eine sedierende und

antipsychotische, d.h. den Realitätsverlust bekämpfende Wirkung besitzen – hat

seit den 50er Jahren zu wesentlichen Veränderungen der Behandlung und

Versorgung von schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere der

Psychosen, geführt.


Nach vielen Jahren großer Hoffnungen hat sich mittlerweile gezeigt, dass

nur ein Teil der Psychosekranken von den Medikamenten profitiert und die

Wirkungen z.T. durch gravierende Nebenwirkungen erkauft werden. Diese

Erkenntnisse haben Niederschlag in der sogenannten „Neuroleptikadebatte“

gefunden, in der die Neuroleptika in den letzten Jahren zunehmend kritisch

diskutiert wurden.

 

 

 

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Die Referenten (v. l.)
Cornelius Kunst, Barbara Diekmann, Dr. Volkmar Aderholt

 

Volkmar Aderhold hat durch seine sehr umfassende und sorgfältige Sichtung

der zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse einen wesentlichen

Beitrag zu dieser Debatte geleistet.

Er plädiert für einen selektiven und vorsichtigen Einsatz dieser Präparate. In

dem Workshop hat Herr Aderhold das Konzept einer modernen

Neuroleptikatherapie unter dem Titel „Neuroleptika minimal – warum und wie“

vor- und zur Diskussion gestellt.

 

Unterstützt wurde er dabei von Barbara Diekmann, Ärztin des Klinischen

Bereichs des Psychosozialen Trägervereins Solingen und Mitautorin eines

viel gelesenen Ratgebers zur Psychopharmakotherapie, und Cornelius Kunst

vom Verein der Psychiatrie-Erfahrenen Phönix e.V. und Sprecher des

Bürgerbeirats des Psychosozialen Trägervereins Solingen.

 

Neuroleptika reduzieren und absetzen



Eine Broschüre für Psychose-Erfahrene, Angehörige und Professionelle

aller Berufsgruppen.


DGSP Deutsche Gesellschaftf für Soziale Psychiatrie e.V .



Link - Download - DGSP - pdf 

Link - DGSP - Homepage
  
  
Der Bundesverband Psychiatrieerfahrener (BPE) hat den 2. Oktober zum Gedenktag

der Psychiatrietoten bestimmt. Aus diesem Anlass hat auch Phönix an der in Köln

stattfindenden Gedenkfeier teilgenommen. Anschließend an den Gottesdienst fand

in Köln - Mülheim eine Verteilaktion von Flugblättern statt. Treffpunkt war die

Anlaufstelle Rheinland des Landesverbands Psychiatrieerfahrener in Köln -

Mülheim. Das Flugblatt kann hier als pdf aufgerufen und auch runtergeladen

werden.

pdf - Flugblatt: Gedenktag der Psychiatrietoten

 

 

Armutskongress 2017

 

https://www.armutskongress.de/

 

Grundeinkommen jetzt!!!

 

https://weact.campact.de/petitions/grundeinkommen-jetzt

 

 

Psychiatrie ohne Zwang? Vortrag mit Diskussion von und mit Chefarzt

Dr. Martin Zinkler, Heidenheim.

Zwei Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Zwangsbehandlung

aus dem Jahr 2011 haben die Kriterien für eine medikamentöse Behandlung

gegen den Willen eines Patienten erheblich eingeengt; Zwangsbehandlungen

wurden von den Betreuungsgerichten in Baden - Würtenberg nicht mehr

genehmigt - mit dem Hinweis, dafür fehle eine gesetzliche Grundlage. Seitdem

wurde in der Heidenheimer Klinik auf neuroleptische Zwangsbehandlung

verzichtet.

 

Ein Milieu durchgehend geöffneter Stationen, offener Dialog und die

Beteiligung von Psychiatrie - Erfahrenen ebnen den Weg zu einer Psychiatrie

ohne Zwang. Trotzdem gibt es auch hier in Einzelfällen noch Zwangsmaßnahmen.

Im Vortrag werden günstige Voraussetzungen und Hindernisse für einen

Gewaltverzicht in der Psychiatrie dargestellt.

 

Kliniken-Heidenheim, Psychiatrie-Psychotherapie-und-Psychosomatik

 

Am Dienstag, den 21. November 2017, 16.00 Uhr fand im BTZ, in Köln,

der Vortrag von Martin Zinkler statt. An dem Vortrag haben auch einige

Mitglieder von Phönix teilgenommen.

 

Wir waren von der Haltung und der Arbeits- und Vorgehensweise von

Herr Dr. Zinkler sehr beeindruckt. Da kann man mal sehen, was alles

möglich ist und wie es in der Breite noch schlecht bestellt ist.

 

Es viel auf, dass nur sehr wenige "Profis" an der Veranstaltung

teilgenommen haben, gerade die, die es nötig haben waren nur wenig

vertreten.

 

pdf - Vortrag Dr. Martin Zinkler

 

Eine Klinik die im gewaltfreien Umgang mit Betroffenen laut Dr. Zinkler

ein Vorreiter seit Mitteder 70 Jahre ist und "die es noch besser machen

als wir", in NRW, Herne

https://www.marienhospital-eickel.de/home/wir.html

 

 

07.03.2018

Arme Menschen nicht gegeneinander ausspielen – Sozialleistungen endlich erhöhen

 

Anlässlich der aktuellen Debatte um die Tafeln fordert ein breites Bündnis eine sofortige Anhebung der Regelsätze in der Grundsicherung für alle hier lebenden bedürftigen Menschen, egal welcher Herkunft.

Es sei ein Ausdruck politischen und sozialstaatlichen Versagens, dass so viele Menschen in einem reichen Land wie diesem überhaupt Leistungen der Tafeln in Anspruch nehmen müssen, heißt es in der Erklärung, die von zahlreichen bundesweit aktiven Organisationen unterzeichnet wurde, darunter der DGB, der Paritätische Wohlfahrtsverband, PRO ASYL und der Deutsche Kinderschutzbund.

Weitere interessierte Organisationen und Initiativen, auch lokal und regional aktive, sind eingeladen, den Aufruf mit zu unterstützen:

www.der-paritaetische.de/aufruf

 

Wir haben den Aufruf unterzeichnet. Bitte mitunterzeichnen!!!